Kikeriki

Kuckeliku

Kikeriki, amie, mein holdes Huhn,
ich komme froh - hallo! - in Schellenschuhn,
schlag Purzelbaum im Raum in wilder Brunst,
wenn auch der Lohn ist Hohn für solche Kunst.

Kikeriki, hi hi, da liegt er dann,
und eins zwei drei wird wieder Biedermann.
Warum muß solch ein Strolch enttäuschen uns?
Wir sind im Frack auf Zack und schneuzen uns.

Spielt unser Leben so, was sagen Sie?
Ist’s Cabaret und Show und Tivoli?
Ist nicht ein Freund, der weint an unserm Schrein,
wenn wir zu Erde werden, Bein für Bein?

Man sagt mit Weh “Ade!” an jedem Grab.
Wer bot der Not das Brot, das es nicht gab?
Wo ist der Brief, den man nicht schrieb zur Zeit,
der Duft verstreut um Gruft und Einsamkeit?