Fredmans Gesänge, Nr. 45

Gäb mir das Schicksal gnädig
ein Mädchen, schön und ledig,
und rührte sie in mir die wunde Brust – ach ja! –
a a a a,
könnt mich kein Gered genieren,
wer mein Mädchen möcht berühren,
bekäme für Gebühren
den Wunsch erfüllt, o ja!
Ha ha ha ha! :||:
Bekäme für Gebühren
den Wunsch erfüllt, o ja!

Und ginge sie zu andern,
so würde ich auch wandern –
doch zwischen dem Büffet und Keller hie und da
a a a a,
würde nicht mein Hirn zerwühlen,
daß ihren Reiz auch andre fühlen,
wenn Bacchi Säfte spülen
und füllen Pocula.
Ha ha ha ha! :||:
Wenn Bacchi Säfte spülen
und füllen Pocula.

Wenn sie die Tür mir wiese,
aus ihrem Bett mich schmisse,
das wäre mir fatal, doch dächt’ ich nur: na ja
a a a a.
Drohten mir zum bösen Ende
mit Pistol bewaffnet Fremde,
ich müßte fliehn im Hemde.
Was blieb mir übrig da?
Ha ha ha ha! :||:
Ich müßte fliehn im Hemde.
Was blieb mir übrig da?

Da käme zum Exempel
ein Priester aus dem Tempel,
legt ab mit würdger Mien’ Toga und Tunika
a a a a.
Da ich seh den Ehrenwerten
und bin ungern bei Gelehrten,
geh ich auf meinen Fährten,
laß die Pantoffeln da
ha ha ha ha! :||:
Geh ich auf meinen Fährten,
laß die Pantoffeln da.

Wenn aus der Garnisone
käm der und der Barone
und meinen alten Hut bei andren Hüten säh
ä ä ä ä,
würd ich mich zusammenraffen:
“Hab bei meiner Frau geschlafen",
so sagte ich dem Laffen
und stünde chapeau-bas.
Ha ha ha ha! :||:
So sagte ich dem Laffen
und stünde chapeau-bas.

Ein andermal ich kehrte
nach Haus zu meinem Herde
und matten Lichtschein säh und folgendes geschäh
ä ä ä ä,
daß mein Engel würde toben,
schimpft mich "Hundsfott" statt zu loben,
und aus dem Pott von oben
gäb mir et cetera.
Ha ha ha ha! :||:
Und aus dem Pott von oben
gäb mir et cetera.

Doch sag auf Treu und Ehren,
sag, kann man mehr begehren,
als daß das Licht ich hielt und stets zur Seite sah
a a a a,
daß ich in den Schlaf sie lulle?
Und dann ist in meiner Pulle
und in der Geldschatulle
zuletzt für mich nichts da!
Ha ha ha ha! :||:
Und in der Geldschatulle
zuletzt für mich nichts da!