Fredmans Gesänge, Nr. 11

Portugal, Spanien,
großes Britannien,
ach, wenn ich hätt deren Kron’ und Juwel,
und ich besäße
eine Prinzesse
in meinem Arm ruhend wie ‘ne Mamsell!
Friedlich wir schliefen,
ich und mein Liebchen,
Abschied den Gläub’gern ich gäb auf der Stell.

Bomben, Raketen,
Pauken, Trompeten
würden uns wecken mit Donner und Knall;
unsre Trabanten
und die Vaganten
auf unser Wohl tränken aus dem Kristall;
Gläser ich kippte:
Vivat Geliebte!
Dann ließ’ ich’s krachen, bis der Tag wäre all.

Austern ich wähle,
rhein‘sche Bouteille
leerten meine Kön’gin und ich wohlgemut;
Pudding, Rosinen,
Waffeln, Pralinen
gäb es zum Frühstück, dann Schnaps, kalt und gut,
und besten Knaster;
hundert Piaster
kostete’s Frühstück in jeder Minut.

Prost, Kameraden,
Generalstaaten,
Heiliger Vater in Rom auch, prosit!
Schluß mit der Messe,
leb wohl, Prinzesse!
Krone, die leicht ich erhielt, bin ich quitt.
Schluß mit den Psalmen!
Ich geh zum Malmen
und kauf mir Schnaps und Kotlett auf Kredit.