Fredmans Episteln, Nr. 3

An eine jede der Schwestern, im besonderen jedoch
an Ulla Winblad.

Corno. - - - Vater Berg, ins Waldhorn stoße,
sieh die Nymph in kecker Pose,
spiel ihr zum Tanze auf!
Corno. - - - Jergen Puckel sich verbeuget,
Vater Berg zur Nymphe äuget,
schmetternd bläst einen Lauf.
Ulla dreht sich im Tanze.
Sieh, es flattern Flor und Franse,
Federflaum am Blumenkranze,
Schleife am Bein :||:
im lichten Kerzenschein!

Corno. - - - Hörner brauchen wir beim Balle,
Nymphen, Strauben, und Pokale,
Baßgeigen zum Radau.
Corno. - - - Sieh die süße kleine Nymphe:
Beine weiß und rot die Strümpfe,
Röcke sind himmelblau.
Hurra! die Brüste beben,
Rüschen rauschen, Röcke schweben.
Sieh, wie Vater Berg daneben
guckt in sein Glas. :||:
Hei, lieber Vater, blas!

Corno. - - - Vater, wie der Satan blase,
halt das Horn hinaus zur Straße!
Herren, wohlauf, herein!
Corno. - - - Muntre Grafen und Barone
und Husaren und Dragoner,
frischauf zu Weib und Wein!
Hurra, sieh Ulla lachen,
unter Tressen Glut entfachen!
Paris wird Helena machen
rot und warm. :||:
Blas, Vater Berg, Alarm!

Corno. - - - Hör das Waldhorn leise grummeln,
da Sirenen mich umtummeln,
wie es Apoll gebeut!
Corno. - - - Ulla Winblad, lieb und teuer,
du hast Liebreiz, Glanz und Feuer,
Braut bist du wieder heut.
Hurra, ich hör dich singen,
sehe Freias Tempel schwingen,
Feuerlohen mich umringen.
Voll und rot :||:
steh ich in Charons Boot.