Aus König Eriks Liedern

Erik XIV. und Karin Månsdotter
Klunkom Welam Welamson: Youtube-Video.
Klunkom Welam Welamson: Text (Original | Deutsch)

Diese Lieder des schwedischen Spätromantikers handeln von Erik XIV. (*1533 +1577), Gustaf Wasas Sohn, schwedischer König 1560, abgesetzt 1569, berüchtigt wegen der „Sture-Morde“ an Nils und Erik Svantesson Sture und an deren Vater sowie an einer großen Zahl weiterer schwedischer Adliger. Kein späterer König hieß seitdem mehr Erik. Das erste Lied, „Klunkom, Welam Welamsson“, wurde von dem Komponisten Ture Rangström für Baßbariton vertont, derart eindrucksvoll großartig, daß es einen schauert.

Ein Lied über die Stunden da ich lustig war mit Welam Welamsson im Schloß zu Uppsala, und Erzbischof Lars und Doktor Bengt waren draußen und warteten.

Laß uns trinken, Welamsson,
prosit, Welam Welamsson!
Der Drach ist geschlagen,
für Frevel belohnt,
und harrt in Not und Plage
der Straf am Jüngsten Tage
im Loch, wo er wohnt.
Laß uns trinken, Welamsson,
denn Sture ist gefangen
mit eisernen Stangen!

Laß uns trinken, Welamsson,
prosit, Welam Welamsson!
Herrn Larses Postille
zum Teufel geben wir
und auch Herrn Bengtens Brille.
Laß rufen zur Qadrille
uns Hurenweiber her!
Laß uns trinken, Welamsson,
laß Krüge fülln zum Saufen
auch für den Hurenhaufen!

Prosit, Welam Welamsson,
laß uns trinken, Welamsson,
die öden Zeiten töten
und uns mit Wein und Bier
die fahlen Wangen röten
und trotzen Satans Nöten
mit gutem Malvasier!
Laß uns trinken, Welamsson,
laß Blumen uns frommen,
zum  Hekla wir kommen.

 

Ein Lied über mich und den Narren Herkules

Zupf Gitarre,
rupf und schlag!
Wer ist Narre?
Sag, Gitarre,
sag!

Ich bin Narre,
König du!
Zupf Gitarre,
rupf Gitarre,
ich hör zu.

Singet, Stränge!
Frühling lacht.
Welche Klänge,
welch Gepränge,
Maienpracht!

In der Heide
unverzagt
steht die Weide,
über Heide
ragt.

Froh zum Feste
König ritt,
ritt und preschte
und zum Feste
schritt.

Sieh im Reigen
König freit,
hör die Geigen,
sieh im Reigen
Maid!

Stränge singen,
Stränge surrn,
Stränge klingen,
Knospen springen
und verdorrn.

Stürme drängen,
Weide brach.
Lausch den Strängen,
Wimmerklängen
im Gemach!

Zupf Gitarre,
rupfe mehr!
Diele, Sparre,
Bohle knarre
schwer!

Nun taugt wenig
die Gitarr,
ist der König,
ist der König
Narr.

Hör, Gitarre
klingt wie Rost,
die Gitarre
ist dem Narre
Trost.
 

Ein Lied an Karin als sie getanzt hatte

Aus edlen Blumen will ich winden
den Kranz für meiner Liebsten Haar
und aus Erinnerungen binden
den Kranz für deine alten Jahr.

Ein Kranz, gemacht aus Blumenschnüren
für dich, die meine Seele liebt,
dein graues Haar noch soll er zieren,
wenn’s mich schon lange nicht mehr gibt.

So wunderschön und jung im Tanze
ist meine Liebste, doch beschwert –
es ist ein Dorn in diesem Kranze,
und Gift in einer Blüte gärt.

Zwei Tröpfchen Blut herab sich senken
von meiner Liebsten Haar ich seh;
was ich auch immer ihr mag schenken,
ich schenke Qual, mein Kranz tut weh.

Übersetzungen: k-r u

Ein Gedanke zu „Aus König Eriks Liedern“

  1. Tack så jättemycket 🙂 mm japp det är ord & låt texter från ett känt svenskt band. Kanske kan lista ut vilket? mm fina bilder, gillar den med jordgubben. Ha de fint kram

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