Meiler keuchen

Milorna flämta
 
 

Meiler keuchen . . . die Nacht steht stumm,
lähmend und schwarz und schweigend –
Jahre verwehen und gehen um,
flüsternd, im Qualm aufsteigend –

Bruder, was hoffst du und träumst zur Nacht,
was ist dein innigstes Sehnen?
Träumst du vielleicht von Frühlingspracht,
Trieben, die nie können grünen –

Suchst du, was sprießt und blühend verbleicht,
was du vermißt wie das Lachen?
Hättest du gern schon die Ruh erreicht,
aus welcher du nie wirst erwachen?

Nils Ferlin, Im Labyrinth des Lebens. Ausgewählte Gedichte. Übersetzt und herausgegeben von Klaus-Rüdiger Utschick. © 2003. Anacreon-Verlag

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