Peter Dahl ein Bellman der
Bildkunst unserer Tage

Ausschnitt aus der Illustration zu Fredmans
Epistel N:o 33. Öl auf Leinwand
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Peter Dahl ist in vieIfacher Hinsicht ein BeIlman der Bildkunst in unseren
Tagen. Üppig und sinnlich, scharfsichtig und demaskierend, mit einem Gefühl für das
Gute im Leben und für dessen dunkle verborgene Ströme. Unermüdlich und mit einer Nase
für das Aktuelle, doch fest verankert in der Kulturtradition. In seinen Monumentalgemälden faßt er große und komplizierte Geschehnisse auf
ein und derselben Leinwand zusammen. Was Bellman mit Worten und Tönen ausdrückt,
gestaltet Dahl mit Stift und Pinsel. Auch Züge des Bellmanschen Schaffensrausches und seiner Respektlosigkeit sind bei Peter Dahl
erkennbar. Und wie Bellman kann er ein bekanntes Vorbild zu seinem eigenen Zweck umformen
und aus der Anleihe ein originelles und wirkungsvolles Ausdrucksmittel schaffen.
Als Peter Dahl vor einigen Jahren das gigantische Werk von 87
Lithographien zu Fredmans Episteln vorstellte, war dies eine Sensation im schwedischen
Kunstleben. Jede einzelne der 82 Episteln ist in
tiefer Vertrautheit mit der Bilder- und Gedankenwelt der Bellmanzeit in einer Weise
illustriert, die die Episteln für die Menschen unserer Zeit aktuell und interessant
machte.
Es war ein phantastisches Erlebnis, in die Werkstatt des Künstlers zu
schauen und Skizzen, Entwürfe, Aufzeichnungen und Bildideen zu diesem großen Werk durchsehen zu dürfen. Während die Lithographien eine mehr
durchdachte und kalkulierte Ausdruckskraft besitzen, haben die Zeichnungen den Reiz und
die Schärfe des Augenblicks und bringen Bellmans Werk einem modernen Publikum auf besondere Weise nahe. |